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Christa Seeboth
Stellvertretende Vorsitzende des CBP und Mitglied im Ausschuss Offene Arbeit und Ambulante Dienste im CBP - Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V.
Telefon: 0361 / 6729-158
E-Mail: seeboth.ch@caritas-bistum-erfurt.de

 
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Ergebnisbericht  der Evaluation
Umwandlung von Wohnangeboten in Groß- und Komplexeinrichtungen zu gemeindeorientierten Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung
unter der Leitung von Dr. Heidrun Metzler, Universität Tübingen

 
 

Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen

Das "Förderprogramm der Aktion Mensch zur Umwandlung von Wohnbereichen in Groß- und Komplexeinrichtungen" verfolgt die Zielsetzung, Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe in die Lage zu versetzen, vorhandene stationäre Wohnangebote in dezentrale Wohnangebote umzuwandeln. Zugleich sollen sie befähigt werden, Strukturen der Betreuung behinderter Menschen in den Gemeinden aufzubauen.

Seit dem Start des Förderprogramms zur Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen vor zwei Jahren haben mehr als 20 Caritasträger Zielvereinbarungen mit der Aktion Mensch abgeschlossen. Sie haben sich damit festgelegt, in Zeiträumen von fünf bis zehn Jahren, insgesamt 2349 zentral vorgehaltene stationäre Wohnplätze in dezentrale Wohnplätze umzuwandeln.
Die einzelnen Vorhaben sind dabei so verschieden wie die Personenkreise, die Mitarbeiter, die Größe, die Standorte und Einzugsgebiete der Einrichtungen, auf die sie sich beziehen. Bisher zeigt sich aber, dass es allen beteiligten Einrichtungsträgern ein besonderes Anliegen ist, dass schwer behinderte Menschen, Menschen mit hohem Hilfebedarf, nicht von den Dezentralisierungsmaßnahmen ausgeschlossen werden und dass mit der Dezentralisierung die Deinstitutionalisierung des Wohnens einhergeht. Zentralküchen, zentraler Einkauf, eigene Versorgungsbetriebe, eigene Freizeitbereiche und eigene ärztliche und therapeutische Dienste usw. gehören der Vergangenheit an. Weiterhin zeigt sich bei allen Vorhaben, dass mit der Dezentralisierung von Großeinrichtungen bisherige, auch festgelegte Einzugsgebiete in Frage gestellt sind. Dies erfordert Absprachen mit allen Anbietern in der Region, insbesondere auch mit den weiteren regionalen Caritasträgern. Solche erforderlichen Absprachen haben sich in Einzelfällen schon als Grundlage für die Bildung von trägerübergreifenden Netzwerken erwiesen.

Die beteiligten Einrichtungen treffen sich jährlich zum Erfahrungsaustausch. Eine Begleitgruppe organisiert und moderiert die Veranstaltungen. Mit Unterstützung von der Universität Tübingen, dem Zentrum für die interdisziplinäre Erforschung der Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen werden unter der Leitung von Frau Dr. Heidrun Metzler im Jahre 2008/2009 die Prozesse in zwölf Einrichtungen evaluiert. Grundlage der Evaluation sind Befragungen von Bewohner(inne)n, Vertrauenspersonen, Mitarbeiter(inne)n und Trägervertreter(inne)n.