Veranstaltungen

Veranstaltungen im Rahmen des CBP-Projektes "Ambient Assisted Living-Modelle zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung"

Dokumentation mit Fotogalerie der AAL-Abschlussveranstaltung "Inklusion durch Innovation" am 08. Mai 2017 in Kassel und Pressemeldung sowie AAL-Film zur Nutzung der Technologien.

Dokumentation des AAL-Vernetzungstreffens "Technik hilft im Alltag!" am 19./20. September 2016 in Essen.

Dokumentation des AAL-Forums der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie am 07. Oktober 2015 in Frankfurt.

Dokumentation der Kickoff-Veranstaltung zum AAL-Projekt der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie am 27. Oktober 2014 in Fulda.

 
Fachbeiträge

Im Rahmen des AAL-Projekts hat der IT-Berater Thomas Althammer eine Handreichung zum Thema „Internetzugänge in der Behinderten- und Altenhilfe“ verfasst, die Trägerverantwortlichen einen Überblick über die Möglichkeiten von Zugängen verschaffen und gleichzeitig dazu ermutigen soll, Zugang zur digitalen Welt zu realisieren.


In der Ausgabe 19/2015 der Zeitschrift "neue Caritas" ist der Artikel  "Mit der Technik gelingen Alltag und Teilhabe" von Katja Werner veröffentlicht worden.


In der Ausgabe vom 15.09.2016 der Zeitschrift "eHealth inside" ist ein Interview zum Thema AAL-Technik "Kunden noch nicht entdeckt" mit Dr. Thorsten Hinz veröffentlicht worden.

 
AAL-Flyer

AAL-Flyer erschienen!

Aus dem AAL-Projekt des CBP ist ein Flyer in leichter Sprache entstanden, der anschaulich erläutert, was AAL bedeutet und welche Einsatzmöglichkeiten von technischen Assistenzsystemen im Bereich der Behindertenhilfe bestehen.

Der Flyer kann ab sofort gegen eine geringe Schutzgebühr zzgl. Versandkosten bestellt werden.

PDF-Datei des Flyers zum Download .

 
Kontakt

Dr. Thorsten Hinz
Projektleitung
E-Mail: thorsten.hinz@caritas.de
Tel.: 030/284447-820

Katja Werner
Projektkoordination
E-Mail: katja.werner@caritas.de
Tel.: 0761/200-662

Nicole Guttchen
Projektassistenz
E-Mail: nicole.guttchen@caritas.de
Tel.: 030/284447-822

 
Finanzgeber

Aktion Mensch Stiftung

 
 

AAL – Ambient Assisted Living-Modelle zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Ergebnisse des Projekts
Grundlegendes Ziel des Projekts war es, die Potenziale moderner Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Sensortechnik daraufhin zu untersuchen, inwiefern diese die Selbständigkeit  und soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung fördern. Der Einsatz technischer Assistenzsysteme diente zum Abbau von Barrieren, ob sozialer, sprachlicher, visueller oder mobilitätseinschränkender Art. Der Fokus richtete sich dabei auf ausgewählte Technologien in den Kernbereichen Kommunikation , Mobilität und Alltagsbewältigung .
Im Rahmen des Projekts ist auch ein AAL-Film entstanden, der anschaulich zeigt, wie Menschen mit Behinderung und/oder psychischen Erkrankungen Technologien nutzen und diese sie im Alltag unterstützen. Insgesamt wird die Technik als Bereicherung wahrgenommen. Es entstehen u.a. neue Möglichkeiten der Kommunikation, wodurch soziale Kontakte entstehen und gepflegt werden können. Sich selbständig informieren und das Internet umfassend nutzen zu können, ermöglicht die Teilhabe an Gesprächen und das Nachgehen von eigenen Interessen. Durch die Technik können viele Menschen alltägliche Aufgaben wie Einkaufen oder Mahlzeiten zubereiten selbständig bewältigen. Durch die Nutzung der Technologien haben die Nutzer(innen) neue Fähigkeiten entwickelt, was das Selbstbewusstsein einzelner gesteigert hat.
Die Projektpartner schätzten die Möglichkeit, verschiedene Technologien im Rahmen des Projekts testen zu können. Durch das Ausprobieren war es möglich, geeignete Technologien zu identifizieren sowie mögliche Hürden zu erkennen und Lösungsansätze dafür zu entwickeln.
In der Auseinandersetzung mit der Technik wurden alle Beteiligten für die Thematik sensibilisiert, wodurch zu Beginn vorhandene Berührungsängste und Hemmnisse gegenüber Technik abgebaut werden konnten. Der Umgang mit Technik wurde erlernt und die Kenntnisse über Technik erweitert. Zugang zu und die Nutzung von digitaler Technologien wurde selbstverständlicher und die Einrichtungen haben die Notwendigkeit einer Bereitstellung von Internet zunehmend erkannt. Neben den zahlreichen positiven Ergebnissen ist der Bedarf an geeigneten barrierefreien Apps und vereinfachten Bediensystemen dennoch groß und muss bei der technischen Entwicklung berücksichtigt werden. Menschen mit Behinderung müssen noch mehr in den Fokus bei der Technikentwicklung rücken und als Zielgruppe verstärkt wahrgenommen werden.
Mit dem Projekt wurde in der Behindertenhilfe und Psychiatrie ein Kulturwandel angestoßen, durch den der Einsatz von Technik selbstverständlich und der Zugang zu verschiedenen technischen Angeboten für Menschen mit Behinderung geschaffen wird.

Hintergrund des Projekts
Die Nutzung moderner Technologien wie Smartphones, Tablet-PCs oder Navigationsgeräte gehört selbstverständlich zum Alltag dazu. Die technischen Fortschritte erleichtern es ihren Anwendern wesentlich, sich Informationen zu beschaffen, soziale Kontakte zu pflegen und alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Allerdings können bislang nur wenige Menschen mit Behinderung von den Vorteilen der Unterstützungstechniken profitieren. Dabei können Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden, um Barrieren zu beseitigen und eine selbständigere Lebensführung zu ermöglichen. Eine entsprechende Anpassung und Weiterentwicklung dieser Technologien kann die Voraussetzungen schaffen, dass auch Menschen mit Behinderung die Geräte für sich nutzen können. Das Modellprojekt des CBP will einen Beitrag leisten, sogenannte AAL-Systeme (umgebungsunterstützende Assistenzsysteme) im Feld der Behindertenhilfe zu aktivieren und zu etablieren.

Projektphasen
Im Rahmen der Vorbereitungsphase wurden die einzelnen Projektpartner sowie die Zielgruppe identifiziert. Im Fokus standen Menschen mit kognitiven und/oder motorischen Einschränkungen, Menschen mit Sinnesbehinderungen sowie schwerst-mehrfach behinderte Menschen, die einen hohen Unterstützungsbedarf aufweisen. Auf der Grundlage der ICF-Klassifizierung wurden relevante Funktionseinschränkungen eingegrenzt, die in einer normalen Umgebung zu Teilhabeeinschränkungen führen. Entsprechend den Bedarfen der Zielgruppe wurden relevante Technologien ausgewählt. Die Auswahl orientierte sich an der Praktikabilität, Tauglichkeit und Umsetzbarkeit der Produkte und Systeme, die zudem noch kostengünstig sein sollten. In der Testphase, mit einer Dauer von mindestens zwölf Monaten, wurden die unterschiedlichen Technologien von den Nutzer(innen) sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich erprobt. Während der Erprobung fand ein regelmäßiger Austausch unter den Projektpartnern über die gesammelten Erfahrungen statt.
Die Evaluation im Anschluss an die Testphase hatte die Frage zum Gegenstand, ob und in welchem Maß der Einsatz technischer Assistenzsysteme die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung fördert. Das Hauptaugenmerk war hierbei nicht auf die Technik, sondern auf die mit ihrem Einsatz verbundenen Chancen und Nutzen für die Nutzer(innen) gerichtet. Den Ausgangspunkt für diese Bewertung markierte der Ist-Zustand am Anfang des Projekts, der mit dem Zustand am Ende durch die Befragung und Beobachtung abgeglichen wurde. Dadurch konnte ein Vorher-Nachher-Vergleich angestellt werden. 

Projektbeteiligte
An dem Vorhaben waren mehrere professionelle Akteure beteiligt. Insgesamt wirkten 12 Träger mit 16 Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe mit. Davon haben über 80 Menschen mit Behinderung aktiv teilgenommen und die verschiedenen Technologien in der Praxis erprobt. Des Weiteren unterstützten sowohl wissenschaftliche als auch fachliche Experten/innen das Projekt bei der Umsetzung der einzelnen Projektphasen und –ziele. Schließlich sind die Unternehmen zu nennen, die ihre Technologien und ihre fachliche Expertise im Umgang mit den Geräten zur Verfügung stellten.
Eine Liste aller Projektbeteiligten finden Sie hier .